Donnerstag, 27. Oktober 2011

Logbucheintrag die 2te:

liebes logbuch,
hat nun doch wieder einige zeit gedauert bis wir unsre weiterreise ab der tarnschlucht verschriftlichen konnten; liegt einerseits an den bombastischen mengen an essen abends, andererseits an den mehr oder weniger harten klettertagen di uns alsbald in die federn drücken; auch die immerwährende, schlechte internet-anbindung in der pampa wollen wir als ausrede anführen ;)

die 3 tage die wir im interstellarraum der tarnschlucht verbringen konnten warn echt fein! es war zwar heiß wie in omis backstube (warum di franzosen nur di südwände einboren ist uns bis heute ein rätsel?) aber der fels durchwegs spannend. noch spannender machten es des öfteren die abartig-weiten hakenabstände, die aber laut dem hiesigen klettervolk dieses gebiet charakterisieren. da aber frankreich nur als durchzugsgebiet abgesehn werden sollte, gings alsbald weiter richtung süden...

nun ja, als nächster großer weltraumbahnhof sollte rodellar "angeflogen" werden mit einem kurzen zwischenstopp in den spanischen pyrenäen - cavallers; ein wunderbares platzerl, eingebettet in granit! leider hat uns dort des erste mal das wetter einen strich durch die rechnung gemacht - aber ein kleiner spaziergang und ein kaffetscherl im bus am höchsten punkt dieses nationalparks waren ein guter kompromiss :)


Nationalpark Cavallers


 "alfa, bravo, charly.... enterprise bittet um landeerlaubnis in rodellar"...

rodellar: wie soll mas beschreiben? also ne 3/4 stunde fahrzeit am a**** der welt, dann eine kirche mit einem fels am hauptplatz der großer ist als die kirche selbst, dann noch 20 minuten und 3000 kurven später climbers paradise!!!

"traun uns wetten der pfarrer is a kletterer!... ;) "

das erste mal seit langem checkten wir in nem cambingplatz ein, um uns anschließend ein bild von dem canyon um rodellar zu machen; nach unspektakulären 15 minütigem fussmarsch konnten wir unseren augen kaum trauen; der kletterguide (für nichtkletterer: kein kleiner, indischer sherpa, sondern a hefterl mit aufgelisteten kletterrouten) hatte uns nicht zu viel versprochen: soweit das auge reicht, ragt eine überhängende wand nach der anderen in den himmel.... die dimensionen dieses gebiets sind atemberaubend; 30, 40, 50 meter hohe, versinterte höhlen, dazwischen hunde und schreiende spanier und das in wiederholender weise bis ins unendliche !!!!!

Ankunft in der Schlucht - Barranco de Mascun - Rodellar


Wanderung am Pausetag mit atemberaubender Kulisse
ein sektor folgt dem anderen - ein paar eindrücke
wahnsinnsroute im sektor el camino



toma castanazo - el camino

sektor "el delfin"... warum wohl ?!? :)

kräfteraubend, aber durchwegs zum anhalten....

abkühlung im fluss, der sich durch die schlucht zieht

die schwizer kollegen am fighten in einem der zahlreichen dächern


die frage, wer der ältere der australischen brüder war, wurde nie geklärt...

die "enterprise" nebn dem "gelben blitz" ... & einigen spaniern ;)


ja, rodellar hats uns wirklich angetan! neben der großartigen kletterei waren auch die pausen am campingplatz mit leuten aus aller welt super-lustig!
voi nett war die bekantschaft mit 2 nachbarn aus der schweiz, die mit ihrem gelben blitz (siehe foto) auch schon für längere zeit kletternd spanien unsicher machen; und di können nicht nur gut schoki machen, sondern auch di avokoadosauce war der hammer! mercy fürs rezept ;)

rahel & adrian aus dem land der toblerone ;)...

...& für ne gute jause war a immer zeit !!

und so verflogen die tage an denen wir gemeinsam gen felsen zogen bis wir uns schließlich schweren herzens nach ca ner woche weiter in den spanischen norden aufmachten; ein boulderjuwel namens santa gadea sollte folgen...

also wieder mal am a der welt vorbei; nichts außer weiden, kühen, ein see und wo zum teufel soll man hier klettern? und es stimmte dann schließlich doch! santa gadea is echt a geile gschicht! fingertötende, absurd anmutende graniteier säumen die landschaft rund um die gegend arija ca. ne stunde südlich von santander. unzählige linien konnten bezwungen werden und noch mehr haben uns zurück aufs crashpad geworfen ;) noch dazu gabs nach dem wochenende außer kühen und ihren fladen in einem umkreis von 20 km absolut nix mehr außer der enterprise und ihrer besatzung - ein schlafplatz wie im bilderbuch!

sicke nebelaction am see bei arija

ein begrüßungsapferl am top von santa gadea - was sonst?!
die mercedes-posse ;)


what a view

klettern mit händen, füßen ... & kopf :)

was für wuggerl




"mei, so sche !"



der belohnungswok - wie jeden abend!

weg vom schuss, so sois sei



another bloc auf da wies´n vo gadea
bloc 1, bloc 2, bloc 3, ...

konnte nur mit kampfgeschrei bezwungen werden - amazing line im sektor 4

chillout am steinschwammerl

die letzten reste...

und so boulderten, boulderten und boulderten wir bis nur mehr ein micromillimeter haut auf unseren fingerkuppen zu sehen war! (siehe foto) d. h.: ein pausetag war dringenst notwendig und deshalb sattelten wir am tag 4 die enterprise erneut, um weitere galaxien im spanischen norden zu erforschen - galicien stand am speiseplan - doch das ist eine andere geschichte ;)

Montag, 10. Oktober 2011

Logbucheintrag die Erste (04.10.2011):

Capton Kirk und Lt. Ohura haben es endlich, nach unzählign vorbereitungen an der Enterprise, geschafft, sich in die weiten der galaxie vorzuwagen.
"a bissal a jausn homma uns a mitgnommen :) "

erster stop unserer reise sollten a paar felsn im ländle werden, im raum Feldkirch. felskontakt gabs dann sogar schon etwas früher in tirol, jedoch nur visuell von der werkstatt des hiesigen reifendantlers aus ;) soviel zu tag 1!!
Suchbild: wo ist der rechte Hinterreifen ?!?

die nächsten 3 tage verbrachten wir bei traumwetter in Amberg bei Rankweil – super fels & sogar a schlafplatzerl mit kneipanlage vor der wohnmobiltür! 

Rankweil

danach verschlugs uns ins wunderschöne Averstal int Schwiz, in den Magic Wood, dessen name sich erneut bestätigte. auf knapp 1600 metern warn die nächte zwar scho etwas frischlig, aber unter tags haben sonne und abartige granitblöcke uns die herzen erwärmt. „Venga, Venga!!“

 



"unser Geburtstagskind :)"





"U-Boot"

  
"Wonderboy"

3 tage bouldern – 1 tag pause & ab nach Chironico!!

Chillout Pausetag Camping Claro bei Cresciano - mal liegend am Crashpad !!








auch abartigste Platten können lächelnd gepunktet werden!!


blocs, blocs, blocs ...

nach nem ganzen tag körperpflege, wasch- u putzaction an der Enterprise [am ersten richtigen campingplatz – ja mamschis, wir stinken a manchmal a bissi und di zechn erst!!! :) ] mussten sich unsre finger erneut dem kampf mit dem grobkörnigen granit [ja, wir wissens: für alle Boku-Klugscheisser-Studenten is es Gneis!!] im kastanienwald von Chironico stellen. Lt. Ohura bewies dabei die reibungsqualitäten ihrer wunderballerinas ;)
„leit, schauts eich durt mol um, is super-fein!!!!!“

ungefähr ne woche nach abreise bestand die Enterprise die bis dato größte prüfung; keine ahnung wie viele berg di schweizer ham, aber wir ham sie alle erklommen – mit bus!!! Vom Gotthard übern Sustenpass konnte sogar der Mt. Blanc unsren weißen pfitschi-pfeil net stoppen! „Ein Salut auf den James Cook – Westfalia!!“

Mont Blanc




nach einer nacht auf ner raste in Frankreich bei Grenoble, haben uns unzählige, kurvige strassen, die uns fasst zum kotzen gebracht haben, in die felsenreichste Schlucht die die Menschheit je gesehen hat, getrieben. Gorges Du Tarn!!
Tarnschlucht - der Beginn unzähliger Kalkwandln

Bushöhe 3,2 m; glaub n Haar hatte noch platz

unser Schlafplatzerl direkt unter die Fösn



!! breakfast !!
Nun ja, und da sitzt ma jetzt, nach dem 12ten (!) wolkenlosen tag in der mittagssonne kurz vorm ansturm auf eine der unzähligen, löchrigen felswände…. 2, 3 tagerl wern mas uns do no guat gehen lassen bevor wir in die felsengalaxie spaniens vorstoßen werdn; aba das ist eine andere geschichte…